Freundschaft

Freundschaft ist wie die große Liebe, nur besser. Die Erfahrung habe ich zumindest gemacht. Denn wahre Freunde sagen dir nicht nur das, was du hören möchtest, sonder die ungeschminkte Wahrheit. Freunden muss man nicht versuchen zu gefallen und sich von seiner Schokoladenseite zeigen. Sie wissen genau wie irre verrückt und verkorkst man ist und lieben einen genau dafür. Freunde kennen dich mit allen deinen Launen und regen sich mit dir zusammen auf oder holen dich einfach mal wieder auf den Boden der Tatsachen. Eine Tasse Cappucchino und ein kurzer Tratsch können unglaublich viel neue Kraft geben und Urlaub für die Seele sein. Nur ein oder zwei Stunden mit meiner besten Freundin bringen mein Herz für Tage wieder zum Strahlen und geben mir neuen Mut, dass alles schon wieder gut werden wird. Meine beste Freundin ist eine wahrhaftige Inspiration für mich. Sie ist stark, mutig, entschlossen, treu, loyal, verrückt, abenteuerlustig, stur, großherzig, mitfühlend und für jeden Spaß zu haben. In ihrer Gegenwart fühle ich mich wohl. Wir ergänzen und wunderbar und zusammen kann uns nichts aufhalten. Wir sind auf wundersame Weise trotz unserer Verschiedenheit im Herzen uns so ähnlich. Gott hat uns zu besten Freundinnen gemacht, weil unsere Eltern es mit uns als Schwestern nicht ausgehalten hätten! Love you!

Schutzraum

„Verschließe nicht dein Inneres, denn dort liegt das Glück!“ -Finley Jayden Dao

Das ganze ist leichter gesagt als getan…Zu Beginn des Lebens gehe ich mutig drauf los und lache jedem fröhlich ins Gesicht. Ich bin noch ganz unschuldig und vertrauensvoll, das Leben wird es schon gut mit mir meinen, denke ich. Doch mit jedem bösen Wort, jeder Enttäuschung und jeder Zurückweisung verschließe ich mein Herz ein Stück weiter. Warum? Um es zu schützen. Um meine Seele am Leben zu erhalten. Sie ist mein wertvollster Besitz. Das Stück, das mich ausmacht. Nur dort bin ich wirklich Ich. Mit der Zeit bin ich nicht mehr bereit, diesen Teil von mir mit jedem zu teilen. Ich habe Angst vor dem Unverständnis und den gewollten und ungewollten Verletzungen anderer. Man sagt Narben seien schön, denn jede Narbe erzählt eine Geschichte und diese Geschichten sind es, die uns zu dem Menschen machen, der wir heute sind. Aber zu viele Narben sind gefährlich. Sie können nicht mehr richtig verheilen und es bleiben entzündete Stellen zurück. Das möchte ich meiner Seele ersparen. Aus diesem Grund habe ich mir meinen eigenen Schutzraum erschaffen. Ich zeige den Menschen nicht mehr wie es in mir aussieht. Ich lache, bin schlagfertig und vorlaut. Und warum? Um die Menschen von meinem Innersten fern zu halten. Um mich nicht verletzlich und angreifbar zu machen. Denn jeder weiß, Angriff ist die beste Verteidigung.

Zukunft

Was die Zukunft bringt weiß niemand. Niemand außer Gott. Manchmal ist er so freundlich und zeigt uns, wo unser Platz sein wird und manchmal fordert er uns hraus es selber herauszufinden. In meinem Kopf spukt seit ungefähr einem Jahr eine Idee herum, die mich nicht mehr loslässt. Ob es tatsächlich mein Weg sein wird, dass wird sich noch herausstellen. Mein Traum ist es ins Ausland zu gehen, ganz egal wohin. Vielleicht Afrika, vielleicht Südamerika, vielleicht auch Jordanien. Ich möchte für Kinder da sein. Ihnen helfen Bildung zu erlangen und zu erkennen, wie wertvoll sie sind und was sie alles im Leben erreichen können, wenn sie fest daran glauben. Ich möchte zusammen mit meinem Mann in diesem Projekt arbeiten und den Menschen neue Hoffnung geben. denn Hoffnung ist das, was diese Welt dringend benötigt. Das ganze ist noch ziemlich unkonkret, aber momentan ein echtes Herzensanliegen von mir. Und man sagt, Herzen können nur bewegt werden, wenn etwas auch von Herzen passiert. Also ist die Grundvoraussetzung schon einmal da. Ich habe vor ein paar Tagen einen Satz gelesen, der mich sehr bewegt hat und ziemlich treffend in meine aktuelle Situation passt.

Manchmal begegnen sich zwei Seelen und verabreden sich stillschweigend für später, um ihren Menschen die Zeit zu lassen, die sie brauchen.

Ich bin gespannt darauf eines Tages zu erfahren, mit welcher Seele sich sich meine vor langer Zeit schon verabredet hat, um diesen Traum zu erfüllen.

Identität

Mein Leben lang habe ich schon das Gefühl, dass ein Teil von mir fehlt, dass ich nicht komplett bin. Ich bin auf der Suche nach diesem anderen unbekannten was-auch-immer, ohne zu wissen wie ich es finden kann. Ich in anderen Menschen, nach diesem gewissen Etwas, nach dem totalen Verstanden werden, und schaffe es doch nicht meinen Seelenverwandten zu finden.

Ich bin eine unglaubliche Träumerin, liebe Märchen und Disneyfilme. Für mich muss das Leben ein großes Abenteuer sein.

All we have to decide is what to do with the time that is given us. – Gandalf the Grey Lord of the Rings

Ich glaube daran, dass das Leben voller Musik ist und wir dazu aufgefordert werden durchs Leben zu tanzen. Ich glaube an die Stärke der Frauen, daran, dass wir in der Lege sind alles erreichen zu können, wenn wir es nur wollen. Mein oberstes Ziel ist nicht, die romantische Art der Liebe zu finden. Ich möchte nur meine andere Hälfte wiederfinden. Erst dann werde ich in der Lage sein, auch anders zu lieben.  Ich bin ein emotionaler Mensch. Das bedeutet für mich aber nicht gleich Schwäche. Im Gegenteil. Meine emotionale Seite macht mich stark. Stark mit anderen mitzufühlen und mich bedingungslos für sie einzusetzen und bereit zu kämpfen. Ich bin der Typ Frau, der Zeit für sich alleine braucht. Ich empfinde sehr tief, und meine Zeit alleine macht es mir möglich herauszufinden, in welche Stimmung ich bin, woher meine Kraft kommt und wie ich jeden Schritt im Leben am besten machen kann.

Wir alle haben Geheimnisse. Die, die wir bewahren und die, die vor uns bewahrt werden. – The Amazing Spider-Man

Ich bin ein Mensch, der verschwiegen ist. Manche Menschen halten mich für schüchtern oder introvertiert. Vielleicht bin ich das ja auch. Aber vielleicht ist auch nicht einfach jeder dazu bereit meinen Gedankengängen zu folgen und deshalb behalte ich sie lieber für mich. Es würde die Menschen um mich herum nur verwirren, wenn ich alle meine Gedanken mit ihnen teilen würde. Sie würden mich für verrückt erklären und vielleiht hätte sie auch damit Recht.

Aber eines ist auf jeden Fall sicher und das sollten sich alles Menschen auf dieser Welt merken!

Ich bin keine Prinzessin, ich muss nicht gerettet werden. Ich bin eine Kämpferin und bekomme den ganzen Mist schon alleine hin!

Denn ich bin der einzige Mensch auf dieser ganzen Erde, auf den ich mich vollkommen und hundertprozentig verlassen kann.

Liebe

Liebe…Liebe ist wohl das wichtigste auf dieser Erde. Sie hat die Macht zu retten, zu zerstören, aufzubauen und alles zu erreichen. Wer liebt, der ist zu allem fähig, aber auch berechenbar. Die Liebe ist es, die das letzte bisschen auf dieser Welt zusammenhält. Und geht dieses letzte bisschen Liebe verloren so bleibt nur noch Gleichgültigkeit. Das ist gefährlich. Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, ihrem Leid und ihrem Wohlbefinden lässt und kalt werden. Da wo die Liebe fehlt ist kein Hass. Da wo die Liebe fehlt ist Gleichgültigkeit. Gleichgültigkeit über das Schicksal der anderen. Wo die Liebe fehlt, da gibt es Krieg, Hunger, Elend, Not und Hilflosigkeit.

Mir ist eines klar geworden. Die Frage ist nicht, ob wir einen Menschen lieben oder nicht, sondern ob es uns mit ihm besser oder schlechter geht. Und wenn es uns nicht mehr mit einem Menschen, den wir lieben besser geht, dann ist die Zeit gekommen zu gehen. Vor vier Monaten ist mir endgültig klar geworden, dass die Zeit gekommen ist, diese Gleichgültigkeit zu beenden. Es war unglaublich schwer. Aber wenn die Gedanken sich nur noch darum drehen, welche Worte am besten geeignet sind, um eine vierjährige Beziehung zu beenden, dann ist der Zug endgültig abgefahren. Und dann im entscheidenden Augenblick fehlen einem doch die Worte, obwohl ich die Szene 100 Mal im Kopf durchgespielt habe. Nur eine unglaubliche Erleichterung ist am Ende zu spüren. Vier lange Monate, in denen ich keine einzige Träne weinen konnte. Nicht eine einzige. Dann der totale emotionale Zusammenbruch und seit dem ein süßer Schmerz, der weiß, dass es rihtig war, aber trotzdem noch nicht bereit ist zu vergessen. Warum neigen wir Menschen dazu, alles im Nachhinein zu idealisieren?

Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder einen Menschen so lieben werde, aber eines ist sicher: Ich möchte lieber nie wieder lieben, als noch einmal die Liebe zu verlieren. Gleichgültigkeit ist das schlimmste was uns passieren kann. Gleichgültigkeit lässt uns innerlich vertrocknen.

Wahre Freiheit

Puuh…das war eine lange Pause…eigentlich viel zu lange. Aber voilá: Es gibt mich noch. Ich war weder war einer Rucksacktour durch Thailand, noch in einem Spaceshuttle zum Mond, noch verirrt im Amazonas…Das einzige was ich verloren hatte, war Ich selber. In den vergangenen Monaten habe ich einige Entscheidungen getroffen, die meine ganze bisherige Lebensplanung umgeworfen haben und aus diesem Grund konnte ich einfach nicht weiterschreiben. Diese Phase in meinem Leben ist noch keinesfalls vorbei oder abgeschlossen, aber ich habe bemerkt, wie sehr es mir hilft meine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben und so zu sortieren.

Momentan bin ich dabei, ganz neu herauszufinden, was meine Vision für mein Leben ist, mein Lebenstraum, der Sinn, den ich auf dieser Erde zu erfüllen habe. Es bleibt also weiterhin spannend…das Leben ist ein Abenteuer, wir sind immer in Bewegung. Und ich habe gelernt,

Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen. – Astrid Lindgren

Insofern befreie ich mich momentan von den Erwartungen meiner Eltern, meiner Freunde und allen anderen Menschen, die irgendetwas von mir wollen.

Lucy 1.6

VI

Es war schon sehr spät, als er zu Ana zurückkehrte. Zuerst hatte er überlegt einfach in einer der Hütten, in der die Cowboys während ihrer Schichten wohnten, zu schlafen. Aber das hätte die Situation auch nicht verbessert. Er hatte den ganz Weg über nur an eine Sache denken können: Sie war frei! Ihr Mann war tot. Und obwohl er wusste, dass er eigentlich ihre Trauer teilen sollte, war er doch froh darüber, denn das bedeutete, dass er sie ganz für sich haben konnte. Als er an der Haustür ankam wurde er aus seinen Fantasien gerissen. Sie trauerte noch um ihren Mann. Und wer sagte schon, dass sie jemals etwas für ihn empfinden würde? Außerdem war da noch Ana. Ana…Er musste seinen Gedanken unbedingt unter Kontrolle bekommen, sonst würde sie den Braten sofort riechen. Leise schlich er sich in die Wohnung, in der Hoffnung, dass sie schon schlief und das Theater morgen schon wieder vergessen sein würde.

Plötzlich ging das Licht im Wohnzimmer an.

„Wo schleichst du dich denn hin?“ Ihre Stimme durchschnitt eisig die Stille. Er blieb wie angewurzelt stehen und blickte sich um. Da saß sie. Wutschnaubend und schöner und feuriger wie jemals zu vor. Blitze schossen aus ihren Augen und durchbohrten ihn.

„Dave erzählt, dass zwischen dir und der kleinen auf der Ranch, über die alle reden was läuft.“ Sie war aufgestanden und kam auf ich zu. Er schloss die Augen und atmete tief durch. Er musste unbedingt einen kühlen Kopf bewahren. Das Thema war heikel, ein falsches Wort konnte das Fass zum Überlaufen bringen.

„Mensch Ana…Du weißt doch, wie Dave ist…Wir haben uns neulich in der Bar getroffen und er hat angedeutet sie flachlegen zu wollen und weil ich an dem Tag sowieso schlechte Laune hatte, habe ich ihm deutlich gemacht, dass er die Finger von ihr lassen soll.“

Misstrauisch blickte sie ich an. „Und warum juckt es dich so, dass er die Kleine ins Bett bekommen will. Ich meine diese Nummer zieht er doch bei allen ab.“

Müde rieb er sich die Augen. „Ana…Du kennst sie nicht. Sie braucht einfach jemanden, der ein bisschen auf die aufpasst.“

Abfällig schnaufte sie durch die Nase. „Und dieser jemand bist jetzt du oder was? Na super…“ Sie ging an ihm vorbei ins Schlafzimmer. Er folgte ihr und stieg vorsichtig zu ihr unter die Decke, sog ihren Duft durch die Nase ein und zog sie an sich. Anfangs wehrte sie sich, wurde aber unter seinen sanften Küssen im Nacken und auf den Schultern nachgiebiger. Er glaubte schon, sie besänftig zu haben, als sie leise fragte: „Und was war heute Abend so wichtig, dass du auf der Ranch bleiben musstest?“

„Scht…“, er legte ihr sanft den Finger auf den Mund um sie zum Schweigen zu bringen.

„Ich war zum Abendessen eingeladen, und danach haben wir uns ein wenig festgequatscht, aber das habe ich dir doch schon am Telefon erklärt.“ Er wanderte mit seinem Mund über ihr Schlüsselbein und arbeitete sich immer weiter nach unten, schob langsam ihr Nachthemd nach unten liebkoste ihre Brust mit seiner Zunge. Sie stöhnte lustvoll und ihr Oberkörper bäumte sich leicht auf. Sie schlang ihre Beine um seinen Körper und für eine Nacht war alles wieder wie am Anfang.